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26. September 2006

Medienschau

Die Laien einbeziehen

Die «Washington Post» will schrittweise alle Artikel für User-Kommentare öffnen, wie «e.politics» kürzlich berichtete. Begonnen werden soll mit Artikeln zu unverfänglichen Themen (hier ein Beispiel). Sobald die Filtertechnologie zuverlässig genug ist, sollen auch politische Themen kommentiert werden können.

Die «Post» hat sich ja bereits vor einem Jahr für «user generated content» geöffnet. So findet man auf der Website unter der Bezeichnung «Who's Blogging?» eine Liste mit Links, die zu Weblog-Einträgen führen, die sich auf den jeweiligen «Washington Post»-Artikel beziehen. Etwas, das inzwischen auch die Agentur AP oder die «English Edition» des «Spiegels» tun (das geht aber natürlich nur, wenn sich die Artikel auch verlinken lassen!). Selbst die «New York Times» bietet inzwischen eine Rubrik mit den «Articles most frequently linked to by bloggers» an.

Damit verlängert sich gewissermassen die Lebensdauer eine Artikels. Denn eine «Geschichte» ist mit Redaktionsschluss nicht wie in früheren Zeiten einfach abgeschlossen. Mit der Veröffentlichung beginnt ein eigentlicher Prozess. Dank Internet, Weblogs u.v.a.m. können sich die Leser und User heute viel einfacher einbringen und Artikel etablierter Medien kommentieren, korrigieren und ergänzen. Einige Medienunternehmen scheinen das verstanden zu haben.

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