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8. Dezember 2004

Medienschau

Neue Blogs bei der «Weltwoche»

Nach Richard Herzingers «Ideen und Irrtümern» (siehe hier) versuchen sich nun weitere Weltwoche-Autoren als Blogger:

Urs Paul Engeler (von der «Weltwoche» prahlerisch als «bestgehasster Journalist im Machtzentrum Bern» gepriesen) bietet eine «Fedcam» an. In gewohnt provokativer, nach Kommentaren heischender Art, grob, undifferenziert und manchmal falsch: «Democraty» ist weder englisch, noch heisst Hirschhorns Projekt so: ==> Fedcam

Hans Peter Born hat die Weblogs in Amerika während dem US-Wahlkampf entdeckt und war fasziniert von den «sogenannten Links». Auf seinem Blog ist ein sogenannter auf die «Washington Post» gesetzt und es erscheint die Registrierungsbox - da bin ich nicht so fasziniert. ==> Contrarius

Pierre Heumann beobachtet die Situation im fernen Nahen Osten, und da er nah bei den Leuten ist, könnte daraus etwas werden: ==> Orientexpress

Übrigens: Selbst das «Editorial» ist in der «Weltwoche» neuerdings (?) kostenpflichtig. Da scheint es logisch, dass auch die Weblogs längerfristig fürs Geldverdienen gedacht sind - als zusätzliche Werbeplattformen beispielsweise. Wer zu diesem Thema mehr erfahren möchte, dem sei der Artikel von Martin Hitz (dem zurzeit auf Reisen weilenden Redaktor dieses Blogs) empfohlen: (Klein-)Geld in Sicht - Weblogs experimentieren mit Geschäftsmodellen

Berichtigung, 11. Dezember 2004: Den Kommentaren zu diesem Eintrag ist zu entnehmen, dass das Editorial der «Weltwoche» nach wie vor frei zugänglich ist. Somit dürfte es sich um einen einmaligen client- oder serverseitigen Fehler gehandelt haben.

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Bemerkungen

Brunnenvergifter:

Es war mir klar, dass die "Weltwoche" aufs Dach kriegen würde. Die Schweizer Journalisten-Szene scheint sich offensichtlich ideologisch bei Henry Ford bedient zu haben. Dieser sagte über die Farbauswahl seines Kassenschlagers, des Ford Model T: "People can have the Model T in any colour – so long as it's black."
Daran anlehnend das Prinzip der CH-Journalisten: "You can write every stupid bullshit in Swiss media - so long as it's leftist." Und wenn doch eine Zeitung aus dem linksliberalen Biotop ausbricht, packen die Konformisten den grossen Hammer aus.

Weltwoche Webmaster:

Zum "kostenpflichtigen" Editorial: Hier hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Selbstverständlich sind die Editorials der "Weltwoche" weiterhin frei zugänglich.

Anonymous:

Wie bitte, das Editorial kostenpflichtig? Ich bin problemlos reingekommen.

Klugsch:

Zitat: Nach Richard Herzinger's «Ideen und Irrtümern» ...

Herrgott lasst doch den Apostophen weg! Es heißt Herzingers ohne Apostroph.

Anonymous:

Urs Paul Engeler ist einer der wenigen Schweizer Journalisten, die sich nicht ins Bett mit Medienminister Leuenberger legen. Das verdient Achtung und nicht Häme von einem Wander-Schreiberling!

Ist korrigiert, der englische Genitiv. Danke für den Hinweis!

Kolektor:

Auch "Hirschhorn's" schreibt sich ohne Apostroph und was ist jetzt mit der Editorial-Falschmeldung? Danke für die Sorgfalt

Nochmals danke! Bis sich der Medienspiegel ein eigenes Korrektorat leisten kann ;-), sind solche Hinweise höchst willkommen. Und das mit dem Editorial ist inzwischen auch berichtigt.

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